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Eine nicht ganz normale Fahrt – ERV-Wanderfahrt Aller 2010 Drucken E-Mail

Tag 1 – Donnerstag

Am Himmelfahrtswochenende sind die Eschweger Wanderruderer traditionell auf Deutschlands Flüssen unterwegs. Standen in den beiden letzten Jahren in zwei Etappen die Donau von Ulm bis Deggendorf auf dem Programm, so ging die Fahrt in diesem Jahr in den Norden Deutschlands.

Mit der Aller wurde ein Fluss befahren, der aus dem Harz kommt und sich durch Wiesen- und Parklandschaft durch Celle und Verden fließt bevor er kurz vor Bremen in die Weser mündet.

10:00 Uhr – Treffpunkt an der Straßenbrücke in Müden an der Aller, so lautete die Verabredung für die Anreise. Elf Ruderer, drei Zweier auf dem Hänger, das Auto von Gerhard als Hängerfahrzeug, der Bus von Eggeling als zweites Fahrzeug – so lauteten die technischen Daten der Fahrt. Auf den Punkt 10:00 Uhr traf der Hänger auch nach drei Stunden Fahrt am Startpunkt der Wanderfahrt ein. Was man wiederum vom zweiten Auto nicht sagen konnte, ein Ruderer hatte die Nacht etwas zu weit ausgedehnt und so traf der Bus erst ein halbes Stündchen später ein.

Die Boote sind schnell angeladen, die Fahrteneinteilung gemacht und die Wahrsager verteilt. Noch ist es ruhig an der Einsatzstelle, aber da kommen auch schon Horden von Paddel- und Schlauchbootfahrern. Gut ausgestattet mit Essen und alkoholischen Getränken wollen diese Trupps in die Vatertagstour starten. Also machen wir Tempo und bringen die Boote über die Treppe zügig ins Wasser, am schalen Steg kann man gut einsteigen. Ein paar Schläge flussauf werfen wir noch einen Blick in die Mündung der Oker und dann geht es flott durch die parkartige Landschaft. Rechts und links stehen tolle Bäume, grüßen nette Orte und schicke Villen mit gepflegten Rasenflächen.

Bis nach Celle gilt es heute drei Umtragen und gut dreißig Kilometer zu absolvieren. Das Wetter verwöhnt uns nicht mit Sonnenschein, aber es regnet nicht und kälter könnte es auch noch sein. Aber wir klagen nicht, zehn Grad sind doch schon etwas. Der Landdienst bringt Hänger und Zugfahrzeug voraus nach Celle und fährt dann an das zweite Wehr nahe Oppershausen. Hier ist das Hallo groß. Die Celler Ruderer machen auf ihrer Vatertagstour hier Pause. Zwanzig gestandene Mannsbilder fortgeschrittenen Alters werden hier von ihrem „Serviceteam“ verwöhnt. Ein „Monstergrill“ bietet Platz für Steaks und Würstchen, das Bierfass läuft, Salate oder auch Hochprozentiges runden das Angebot ab. Auf Bierzeltgarnituren lassen es sich die Ruderer gut gehen. Der Landdienst knüpft erste Kontakte und bald ist auch mit Herrn Scheerschmidt unser Ansprechpartner für die Übernachtung ausgemacht. Bei Würstchen und Bier, freigiebig von den Cellern angeboten, stellt man im Gespräch fest, wie viele Eschwege kennen oder Verwandschaft in Großalmerode haben. Bald kommen die Eschweger Boote herbeigerudert. Jetzt kommt Bewegung in die Celler Mannschaft, liegen doch ihre Boote an dem Steg oder an der Ablegestelle im Unterwasser und blockieren alles. Wir schauen zu, wie sie die Boote durch die kleine Bootsgasse treideln und im quirligen Unterwasser zur Weitefahrt starten. Netterweise wartet das Serviceteam der Celler Ruderer mit dem Abbau des Picknicksplatzes, so dass wir noch auf den Festzeltgarnituren sitzen und unsere Kühltasche plündern können. Was an Resten von Würstchen, Salat und Bier noch da ist, rundet unsere Mittagsmahlzeit ab. Als dank helfen wir dann beim verladen der Angelegenheit auf den Celler Hänger. Nun testen auch wir die Bootsgasse. Seil vorn und hinten, Skull zum Stabilhalten – so lassen wir die Boote unbesetzt durch die Gasse. Das Einsteigen im Unterwasser fällt nicht so ganz leicht, da ordentlich Wasser über das Wehr läuft. Aber mit Wende und Hin und Her schaffen es alle drei Boote.

Die nächste Überraschung wartet bald nach der nächsten Kurve – Hilfeschreie vom Ufer. Eine Gruppe Vaterstagsmänner hat es eiskalt erwischt. Sie haben zu einer Pause mit ihrem selbst gebastelten Floß angelegt und als sie wider kamen, hatten andere Vaterstagsmänner das Floß losgebunden. Unsere Aufgabenstellung was eindeutig – Floß sicherstellen und ans Ufer bringen. Mit dem Zweier fällt das ja nicht schwer. Dann wird unsere Beweglichkeit noch weiter getestet, schwimmen dich Grill, Kohle, Anzünder, Würstchen, Tempo-Taschentücher verteilt auf der Aller. Bald ist alles eingesammelt und den Inhabern ausgehändigt, die sich nun vor dem Weiterfahren stärken können. Die paar Kilometer bis zum Wehr in Wienhausen sind schnell gerudert und je näher wir kommen desto lauter wird es. Dutzende jugendlicher Fahrradfahrer bevölkern hier die Umtragestelle. Fahrräder stehen überall und wir bahnen uns eine Schneise durch die Räder. Gute Stimmung herrscht unter den Jugendlichen auf jeden Fall, freundlich sind sie auch – was der Alkohol nicht alles so bewirkt.

Das Einsetzen der Boote wird etwas zum Geduldsspiel, greifen doch vier Hankensbütteler Vierer in das Geschehen auf der Aller ein. Die Kinder und Jugendlichen steigen umständlich über den Bug ins Boot ein und das dauert. Dazu kommen jetzt noch ordentlich Kanuten, aber wir drängen uns dazwischen und gehen mit den Zweiern die steile Treppe hinunter, Füße ins Wasser und schon geht es. Nun kommen noch die letzten Kilometer bis Celle, die Aller wird breit und erste Trainingsruderer kommen uns entgegen. Das Bootshaus des Celler Rudervereins liegt total schön auf der Ziegeninsel, großes Grundstück, aber direkt an der Innenstadt. Wir finden das Grundstück voller Leben vor, sind doch na vielleicht fünfzig Preetzer Ruderer hier zum Trainingslager. Sie Zelten auf dem weiten Grundstück und überall liegen Boote und stehen Hänger. Im Bootshaus finden wir unsere Übernachtungsmöglichkeit in der Sauna und der Trainingsraum – etwas eng aber warm.

Wir richten und zügig ein, damit wir uns in Richtung Abendessen in Bewegung setzen können. Mit Infos von den Celler Ruderern ausgestattet, wo man denn zum Essen geht - der schon von alten Fahrten bekannte „Schweineschulze“ ist nicht dabei, das wäre nur Nepp - geht es in die Celler Innenstadt. Wir machen einen kleinen Bummel durch die Fachwerkstraßen mit Schloss, Altem Rathaus und Kirche. Das deutlich kühle Wetter treibt uns bald in die schon vorab bestellte Gaststätte „Zum blauen Engel“, wo wir gemütlich bei Celler Bier und guten Speisen zusammen sitzen. Ungemütlich wird es immer, wenn die Tür aufgeht und mit den neuen Gästen die Kälte hineinkommt: „Tür zu!“. Glücklicherweise sind es nur wenige hundert Meter zum Bootshaus, wo Arbeit auf die Ärzte in unserer Mannschaft wartet. Einem Trainingsruderer aus Preetz geht es echt nicht gut. Übelkeit und Schmerzen setzen ihm zu. Hoffentlich helfen ihm die Medikamente.

Tag 2 – Freitag

Der Tag beginnt wie angekündigt mit grauen Wolken und kalt, aber ohne Regen. Im Clubraum bauen wir unser frühstück auf, jeder zaubert aus der Kühltasche Butter, Marmelade, Kaffee und was so dazu gehört. Frische Brötchen peppen das Angebot auf. Mit dem vielfachen „reich mir mal die ….“ Gehen die Angebote quer über den Tisch hin und her. Der Standard-Wasserkocher ist diesmal bei Göttings in Eschwege stehen geblieben, aber das Bootshaus hat ja Töpfe zum Wasserkochen – bisschen umständlich aber es geht.

Unser zweiter Rudertag beginnt mit einer kurzen fahrt durch die Celler Innenstadt, denn nach wenigen hundert Metern legen wir schon wieder Boot nach Boot am Wehr an. Über das Kraftwerksgelände geht der Weg zur Einsatzstelle am Sandstrand der Aller. Mit Zweiern fällt das ja richtig leicht. Mit den Füßen ins Wasser, einsteigen, ablegen und losru….. Geht nicht, wir sitzen fest. Da ist doch tatsächlich eine Sandbank. Also aussteigen und Boots entlasten, zurück und um die Bank herum. Hat keiner gesehen. Die Aller fließt mit rechts und links hohem Ufer durch Celle, markant ist die top-gesicherte Justizvollzugsanstalt für echte Schwerverbrecher. Ab hier ist die Aller kanalisiert und für große Schifffahrt vorgesehen. Das Ufer wird flach und überall sieht man schöne Wiesen, einzel stehende Bäume und schöne Häuser. Den ersten Halt haben wir an der Schleuse in Oldau. Hier erwartet uns eine Niedrigseilfähre – was auch immer das ist. Erst sieht man sie nicht, weil das Seil im Wasser liegt. Der Fährmann lässt uns vorbei rudern, dann zieht er das Seil an. Und schon erkennt man das Niedrigseil – einen Meter über dem Wasserspiegel blockiert das Seil den Schleusenkanal hinter uns. Auf der Fähre wird nun ein Schlepper mit Gülle-Wagen auf das andere Ufer gebracht – mit Muskelkraft und Holzstangen, mit denen sich die Fährleute am Seil abstoßen. Bald riecht man auch, was der Schlepper wohl gemacht hat.

Gerhard erkundet derweil die Schleuse, die mit Selbstbedienung ausgestattet ist. Viele Knöpfe und Lichter sind zu verstehen, für den Ablauf braucht man etwas Geduld. Dann öffnen sich die Tore und die drei Zweier fahren ein – viel Schleuse für wenig Boote. Die Allerschleusen sind echt für Großschifffahrt eingerichtet. Beim Ausfahren aus der Schleuse fehlt nicht der Hipp-Hipp-Hurra-Dank an den Schleusenmeister und bei immer noch kühlen zehn Grad – aber keinem Regen – rudern wir nach Winsen an der Aller. Hier warten Anlegesteg und Landdienst. Die boote bleiben im wasser, der Bootsverkehr hält sich doch deutlich in Grenzen. Auf Bank, Poller und Kofferraum machen wir es uns leidlich bequem und rücken der Roten Wurst, Käse, Brötchen etc, zu Leibe. Der graue Himmel deutet leichte blaue Flecken an und man könnte irgendwo die Sonne vermuten. Dafür kommt der Wind so langsam auf. Die zweite Schleuse des Tages trägt den Namen Bannetze und funktioniert so wie die letzte in Selbstbedienung. Interessierte Radwanderer lassen sich von Schleusenmeister Ekki in die Bedienung einbeziehen, so dass man das Hin-und Her-Laufen zwischen Ober- und Untertor sparen kann. Echt faszinierend und echt deutsch sind die Ampeln am Schleusentor, die auf rot für die Radfahrer schalten, wenn sich das Tor öffnet. Als ob man nicht selbst sehen könnte, dass man ins Wasser fällt, wenn man über ein geöffnetes Tor gehen will…

Das Ende der Tagestour ist an der Schleuse in Marklendorf vorgesehen. Hier legen wir die Boote an die Untragestelle und wollen dann Morgen als erstes durch die Schleuse. Für zehn Uhr ist der Schleusenmeister schon vorab bestellt worden. Mit den Autos geht es zurück nach Celle, für heute Abend ist noch eine Stadtführung eingeplant, so dass die Zeit etwas drängt. Aber wir schaffen es locker am Schloss als Treffpunkt um 18:00 Uhr zum verabredeten Zeitpunkt zu sein. 1,5 Stunden interessante Altstadt von Celle, schön erklärt und so manches hat man noch nicht gewusst. Das Abendessen hatten wir vor dem Rundgang schon gebucht gerade gegenüber dem „Blauen Engel“ die „Tiroler Stuben (oder so ähnlich)“. Hier erwartet uns ein richtig runder Abend mit gutem Essen, gutem Trinken (Andechser Dunkel), netter Wirtin und netten Wirt-Koch. Gemütlich zusammen gibt es die eine oder andere Runde, Obstler von der guten Sorte –natürlich vorbeugend, wer weiß, was uns noch im Bootshaus oder auch vom Wetter erwartet.

Wieder sind es nur wenige Schritte zurück zum Bootshaus, wo es nicht unbedingt besser steht um die Gesundheit der Preetzer Jugendruderer. Wir verziehen uns schnell in unsere Quartiere – Augen zu und durch.

Tag 3 – Sonnabend

So langsam steuert die fahrt dem Höhepunkt entgegen. Jetzt ist es kalt, aber dazu ist der strömende Regen gekommen. Die Preetzer kriechen aus ihren Zelten, mehr oder minder pudelnass werden die Zelte für die Abreise gepackt. Heute gegen Morgen war der Krankenwagen da gewesen und hatte einen Ruderer abholen müssen. Vom Virus niedergestreckt liegen Ruderer überall herum und die Übelkeit zeigt ihre Wirkung. Mit spitzen Fingern bewegen wir uns durch das Gebäude, das Frühstück wird zügig gestaltet und auf das Abwaschen verzichten wir lieber. Packen und weg. Das Nawi wird mit „Marklendorf“ gefüttert und so geht die Fahrt durch die Umleitung in Celle hinaus auf die schnurgraden Straßen, die alle gleich aussehen. Genau das ist auch das Problem, weil wir fahren auf anderer Strecke als gestern Abend, aber keiner merkt es. Irgendwie sind wir Richtung Hannover unterwegs und sollen in Mellendorf auf die Autobahn fahren. Das ist ein Umweg gewesen, aber schön, dass wir auf der Autobahn zügig voran kommen. An der Raststätte Allertal fahren wir ab und da kommt auch schon die Schleuse. In Regenjacken verpackt machen wir die Boote startklar und genau zwei Minuten vor zehn Uhr fahren wir in den Schleusenkanal ein, der Schleusenwärter hat alles vorbereitet. Wenn das keine Planung ist. Bequem werden wir geschleust, der Schleusenwärter hat sich damit hoffentlich unser Six-Pack Eschweger Bier verdient. Nun passiert es. Der Regen hört auf und im kräftigen Gegenwind rudern wir allerabwärts unter der Autobahnbrücke hindurch durch die offen Wiesenlandschaft. In Hademsdorf bremst uns die zweite Schleuse, die leider sich in Reparatur befindet, jedenfalls müssen wir umtragen, aber es ist die letzte Hürde auf der Aller, bevor sie in die Weser mündet. Entsprechend flott ist die Strömung, was auch gut ist. Denn nun bläst uns der Nordseewind mit Sturmböen entgegen. Die Sonne kommt langsam heraus, aber das Wort Schiebewind fällt nur ein- oder zweimal, obwohl die Aller ständig Kurven macht. Mittagspause ist in Hodenhagen, wo wir an einem festen Steg anlegen und die Boote festmachen. Wir sind alle vom Wind ordentlich durchgeblasen, so dass wir gern auf die Kühltasche verzichten und in das Deichcafe einkehren. Hier kann man sich zwischen Spargelsuppe, Schnitzel und Sahnetorte entscheiden, so dass jeder satt und manchem auch aufgrund der Größe der Sahnetorten auch schlecht wird. Unter fliegenden Wolken geht es stromab zum Etappenziel nach Rethem. Am kleinen, schön wackligen Steg können wir anlegen und die Boote im Gras ablegen.

Nun braucht uns das Nawi nur noch zum Bootshaus in Verden leiten. So im Hinterkopf haben wir den Weg noch parat – am Dom vorbei und dann am Krankenhaus abbiegen durch das Wohngebiet und gefunden….

Im Bootshaus war heute Tag-der-offenen-Tür, so dass die Verdener Ruderer noch aufräumen und beim Bier den tag ausklingen lassen. Wir können unsere Sachen überall verteilen und noch den Kuchenresten zusprechen. Sichtlich genießen alle das saubere Bootshaus.

Wir brechen bald auf Richtung Innenstadt, „Domschänke“ oder „Italiener“ sind die Tipps der Einheimischen. Wir gehen am Uferweg zum Dom – Domschänke ist voll – und weiter durch die Fußgängerzone. Das ein oder andere Restaurant zeigt sich, aber die positive Entscheidung fällt für den Italiener ganz am Ende des langen Innenstadtbereichs. Pizza, nudeln, Spargel und eine nette Bedienung (Verdener Ruderein) oder doch etwas zu nett. Wir haben Spaß und heute Abend testen wir Ramazotti oder Grappa für die Krankheiten gegen die Rudern nicht hilft. Noch geht es uns gut, das heißt der Virus ist in Celle geblieben. Oder wie lang ist die Inkubationszeit?

Da heute Abend das Fußball-Pokalendspiel zwischen Bremen und Bayern München ausgetragen wird, gibt es auf dem Rückweg zum Bootshaus eine Unterbrechung in Form eines großen Fernsehers und einer Runde Bier – Bernd und Ingo outen sich als Fußballfans. Aber Stimmung kommt nicht auf – so nahe an Bremen – fertigen die Bayern doch Bremen gnadenlos ab.

Tag 4 – Sonntag

Das Wetter wird immer besser. Heute strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Erstmalig ist kurze Hose angesagt und die erste Schicht Pullover kann weggelassen werden. Zünftig mit Brötchen und Sonntagszeitung beginnt der letzte Rudertag: von Rethem nach Verden – ohne Schleuse, nur Strömung und Gegenwind. So geht die Fahrt gut gelaunt (alle sind gesund – Virus ade) flott voran. Im Sportboothafen von Westen können wir windgeschützt anlegen, Toilette aufsuchen und den Landdienst auswechseln. Ute und Ekki haben einen Spargelverkauf aufgetan, so dass Ingo nun eine lange Liste von Einkaufswünschen für seinen Autodienst bekommt – 1 kg für 6.- Euro und 2 kg für 5.- Euro …..So sieht Landdienststress aus. Auf dem Wasser suchen wir uns die Strömung oder den Teil des Flusses, wo die Wellen nicht zu hoch sind. Gut dass es strömt, sonst müssten wir kämpfen. Verden ist erreicht, 140 Kilometer Aller erlebt, das Ende der Fahrt ist gekommen. Am Bootssteg des Rudervereins legen wir an und in gewohnt routinierter Art sind die Boote schnell auf dem Hänger verstaut. Zum guten Schluss machen wir unser Mittagspicknick heute im Bootshaus an Tischen. Wir durften den Bootshausschlüssel noch bis zur Abreise behalten. So gegen zwei Uhr geht es ans Verabschieden und auf die Heimreise. Das Hängerfahrzeug wirft noch einmal Benzin ein, der Bus fährt an uns vorbei. Direkt in Verden fährt man auf die Autobahn, mal sehen, was die Stausituation an dem langen Wochenende sagt. Es gibt die ein oder andere Durchsage, aber der Hänger kommt ohne Probleme durch. Die 18 Kilometer Stau bei Göttingen stellen sich als Fehlmeldung heraus. Es ist noch nicht sechs Uhr als wir in Eschwege auf das Bootshausgelände rollen. Mal sehen, wann der Bus schon eingetroffen war. Die Überraschung – der Bus war der Umleitung wegen de Staus gefolgt und hatte auf das falsche Pferd gesetzt. Die Boote sind schon losgebunden als irgendwann der Bus eintrifft. So laden wir noch die Boote ab, damit es Morgen mit dem Saubermachen schneller geht.

Eine etwas andere Fahrt oder wie man mit Rudern den Virus besiegt.

Die Bilder unten sind auch in der Galerie zu finden.

 

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