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Eschweger Ruderer mit dem HRV auf Abenteurtour am Obermain Drucken E-Mail

Tag 1. – Donnerstag

Irgendwann im Winter hatte es herumgesprochen. Heinz Bunk wollte für den Hessischen Ruderverband über den 1. Mai eine Wanderfahrt auf dem Obermain anbieten. Obermain, das ist die „Kultstrecke“ für hessische Wanderruderer - Wanderrudern im wahrsten Sinne des Wortes. Schnell war die Fahrt ausgebucht, über dreißig Ruderer und Landdienstler hatten sich gemeldet, nicht zuletzt weil bekannt wurde, dass es die letzte Obermainfahrt als Fahrtenleiter für Heinz Bunk sein sollte. Da mit Ute, Susanne, Gerhard und Ekki sich vier Eschweger angemeldet hatten, lag es natürlich nahe, dass wir auch Boote mitbringen sollten. Gebraucht werden nämlich auf dem Obermain belastbare Boote – Zweier aus Kunststoff und nicht das allerneueste Material – es kann schon mal etwas kaputt gehen.

So machen sich „Schorsch“ und „Hanstein“, unsere beiden blauen Zweier sich auf dem Hänger auf den Weg nach Staffelstein am Obermain. Donnerstag Nachmittag führt uns das Navi auf dem schnellsten Weg nach Bayern. Schnellster Weg, das heißt Autobahn nach Gotha und dann quer durch über den Thüringer Wald nach Oberhof. Die Skianlagen interessieren uns weniger, die Sonne begleitet uns auf dem Weg über die Berge. Wieder im Tal fahren wir in Zella-Mehlis auf die Autobahn nach Süden dem Ziel entgegen. Vorbei an Coburg ist schnell das Tal des Mains erreicht und in Staffelstein wartet unser Quartier für die kommenden Tage auf uns. Reundorf ist ein kleines Dorf am Rande von Staffelstein – toll gelegen am Main, auf der einen Seite der Blick auf das Kloster Banz und auf der anderen Seite der Blick auf die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen und den mächtigen Staffelberg.

Das Gasthaus „Müller“ ist schnell gefunden – dort, wo bekannte Gesichter im Biergarten vor dem Hotel sitzen, sind wir richtig. Der Hänger wird auf dem großen Parkplatz ins gelbe Rapsfeld hinein geparkt. Und dann gibt es das große Hallo. Bekannte Gesichter aus alten Zeiten erkennt man wieder. Das erste Bier schmeckt im Sonnenschein und nach und nach ordnet man die eintreffenden Ruderer den Namen im Fahrtenheft zu. Mit dem Eintreffen bis 19:00 Uhr haben wir bequem geschafft.

Nach dem ersten Bier suchen wir unsere Zimmer und der erste Kameradschaftsabend beginnt. Bunt gemischt sitzen wir und essen von der kleinen Karte, das Restaurant hat eigentlich heute Ruhetag. Der Blick auf die Biergläser zeigt, in welcher Region wir sind: Schwarzbier, Landbier, Schlenkerla Rauchbier….. Mutig werden die heimischen Spezialitäten bestellt – Zwetschgenbaames vom Rind ist doch klar, na jedenfalls als der Rinderschinken über Zwetschgenholz geräuchert auf dem Teller auf dem Tisch steht, ahnt man, was man bestellt hat. Heinz Bunk begrüßt alle – lieb und nett – wie immer. Die ersten Anweisungen für den morgigen Tag werden bekannt gegeben, mit viel Interesse werden die Bootseinteilungen studiert.

Tag 2. – Freitag

Glücklicherweise liegt der Wetterbericht völlig daneben, denn der Freitagmorgen begrüßt uns mit Sonnenschein und nicht mit den für drei tage angekündigten Regenwolken. Gestärkt vom guten Frühstücksbuffet lautet die Anweisung: „möglichst vor neun Uhr Aufbrúch mit den Autos“. Insgesamt 23 Ruderer, zwei Landdienstler und ein Kielschwein suchen sich einen Platz und langer Kolonne geht es auf die Bundesstraße nach Mainleus nahe Kulmbach. Heinz führt uns zielsicher zur Brücke über den Main, wo schon die meisten am Vortag gelagert wurden. Mit geübten Handgriffen wird der Eschweger Hänger abgeladen und alle Boote über Hang und Wiese ans Wasser gelegt. Gut informiert sind fast alle gut ausgestattet mit Wasserschuhen oder Gummistiefeln.

Zum Start gibt es noch eine Sekt und alle guten Wünsche für eine tolle Fahrt.

Hübsch, schmal und idyllisch – so präsentiert sich der Obermain. Einsteigen muss man – zünftig – mitten im Fluss auf einer Kiesbank. Ein paar Schläge flussauf zum Wehr, dann wenden und ab gehet es durch die erste Brücke. Wald, Wiese und im Hintergrund die Berge, flott geht es voran bis …. Nach 3,5 km ist es das erste Mal vorbei mit Rudern und es wird deutlich, was das Besondere am Obermain ist – die Umtragen – 9 Stück an zwei Tage – daher auch der name Wanderrudern. Uli Richter wurde vorgeschickt um uns am Wehr in Rothwind rechts in Empfang zu nehmen. Doch es kommt anders, rechts umtragen geht nicht, also links anlegen. Das Problem: dort ist einfach nur Wald. Was hilft es, wir wollen weiter, fünf Umtragen warten heute noch. Anlegen, Skulls raus, den nächsten annehmen, heraus heben, Boote ablegen. Sieben Boote wollen bewegt werden. Gut geplant haben wir zwei kleine Bootswagen – Kennwort „Richard“. Die sparen eine Menge Energie. Alle packen zu, jeder trägt etwas, zügig geht es hin und her. Total blöd müssen wir die Boote über ein Gitter auf der engen Brücke heben und dann steil hinunter über die Böschung ins Wasser. Wobei Wasser etwas übertrieben ist, denn unterhalb der Wehre ist es richtig flach, um nicht zu sagen trocken. Jedenfalls müssen wir, kaum eingestiegen, nach zwanzig Meter gleich wieder aus dem Boot und es über eine Kiesbank heben. Nur gut, dass wir dies nach hundert Metern gleich wieder machen können, so erwirbt man Routine.

Nun können wir endlich Tempo aufnehmen und nach drei Kilometern wieder anlegen. Diesmal stimmt die Angabe „Maineck - rechts anlegen“. Das bedeutet aber nicht, dass man sehen könnte, wo eine Anlegestelle ist. Unter Bäumen, mitten an der Wiese legen wir an und klettern an Land. Das Umtrage-Spiel wird zur Routine: Boote raus – Ablegen – Einsatzstelle suchen – Tragen – Einsetzen. Alle packen zu – Anne fotografiert. Nur gut, dass wir alle kurze Hosen und Wasserschuhe tragen, sonst würden wir gar nicht merken, dass die Wiese neben Löwenzahn auch noch voller Brennnesseln ist. Aber beim Einsetzen der Boote müssen wir ja auch durch das Gestrüpp, da freuen sich die Beine. Sieben Boote – hundert Meter tragen –dann dürfen wir wieder rudern.

Diesmal können wir fast sechs Kilometer am Stück rudern. Doch Abwechslung stellt sich bald ein. Die erste Schwelle kommt. Strömung, Steine, das Fahrwasser verengt sich und ab geht es in die Zunge hinein. Bei der ersten Schwelle leben wir noch an, weil man eigentlich nicht sieht, ob man da durchfahren kann. Aber eine andere Möglichkeit gibt es fernab von Orten und Straßen nicht – also durch. Ein paar Wellen kommen ins Boot, aber alles geht gut. Warum wir vorzugsweise mit Kunststoffbooten fahren, wird dann gleich deutlich. „In die Zunge fahren“, so lautet die Regel für Untiefen. Das Problem ist nur, dass man keine Zunge sieht oder zwei. Rechts eine Brückendurchfahrt, links eine – also eine faire Chance sich falsch zu entscheiden. Das übliche Geräusch – die Kiesbank ist unter uns und wir laufen auf. Gut dass der Kunststoff nachgiebig ist. Heraus Springen, Boot halten, Schieben, Einsteigen und Weiterfahrt. Wir legen so langsam unsere Skrupel ab.

Der Main wird nun vor den Wehren schon richtig breit und gemächlich, am Sportplatz in Burkunstadt („Bauer-Versand“) warten Joachim Bartz und Ursula Franken als Landdienst auf uns – das Buffet für die Mittagspause ist aufgebaut. In der Sonne schmecken uns Wurst und Käse, Brot, Obst und Kuchen. Wein und Bier fehlen nicht. Uli Richter muss eine Bastelstunde einlegen, seine „Kameradschaft“ – ein Klinker-Zweier – hat Kontakt mit einer Flachstelle gehabt – Konsequenz: Riss in der Planke. Klebestreifen nach Klebestreifen wandert auf das Boot, hoffentlich hält es.

Nur ein paar hundert Meter nach der Pause wartet das Wehr Burkunstadt auf uns. Anlegen an einen Holzbalken und dann durch die Pampa ins Unterwasser. Wasser ist hier genug, zu viel strömt über die Wehrkante. Die Steuerleute nehmen von der Wehrkante aus Maß, rechts am Ufer im Schuss mit „Ruder lang“ an den Bäumen durch. Doch vorher bekommt die „Kameradschaft“ noch einen neuen Klebestreifen, diesmal am Heck – jetzt ist Ruhe.

Nun sind es wieder drei Kilometer bis wir vom Rudern erlöst werden. Trebitzmühle heißt die nächste Herausforderung. Rechts anlegen, Boote heraus nehmen, ca. hundert meter tragen, dann wie immer steil die Böschung hinab. Nun hat sich das Wetter dem Wetterbericht gebeugt und es beginnt leicht zu regen. Heinz erklärt und, dass nur ein Ruderer ins Boot soll, um das Boot bis zur einer Barriere zu rudern. So richtig verstehen wir es nicht, aber Fahrtenleiter ist Fahrtenleiter. Die Boote werden ins Wasser gelegt, einer rudert sie vorwärts. Die anderen Ruderer folgen am land. Nach einigen hundert Metern wird der Sinn der Aktion klar. Mittel im Fluss ist ein Grundwehr. Einfach eine kante, über die das Wasser strömt, aber das Boot nicht darüber passt. Unser Konzept: Aus dem Boots aussteigen und zu zweit das Boot über die Schwelle und die anschließenden glitschigen zehn Meter zu heben oder besser gesagt zu schurren. Gut, dass wir Kunststoffboote haben, die Einiges abkönnen. Oben nass, unten nass – der Obermain bietet das Abenteuer, das man gebucht hat.

Rudern – drei Kilometer – was auch sonst. Das Wehr in Hochstadt erwartet uns zum Wandern. Rechts anlegen, wieder mitten auf der Wiese. Das Vorauskommando erkundet die Einsatzstelle im Unterwasser. Nach zweihundert Metern – nein. Nach dreihundert Metern – nein. Überall liegen so viele Steine im Fluss, die ein Durchkommen unmöglich machen. Als hinter der Straßenbrücke an der steilen Böschung einsetzen –so lautet der Ratsschluss. Nur dass das gerade einmal achthundert Meter Umtragen bedeutet. Gut, dass es Richard gibt. Aber so langsam beginnen sich die Kilometer, die man gerudert hat mit denen, die man die Boote trägt die Waage zu halten. Sieben Boote mal …… Kilometer. Das hat uns niemand vom Oberain zuviel versprochen. Zur Erleichterung haben wir immerhin Ulis Bus, mit dem wir den Richard und uns zurück bringen können.

Dass nun nochmals sechs Kilometer auf uns warten sei nur am Rande erwähnt. Die ein oder andere Schwelle verlangt unsere volle Konzentration und wie sich Kies unter dem Boot anhört, wissen wir zur Genüge. Nochmals nasse Füße bleiben nicht aus.

Zum Ende der Etappe erwartet uns in Michelau ein echter Luxus in Form einer Treppe zum Anlegen. Flott werden die Boote am Ufer aufgereiht und bis zum Morgen liegen gelassen. In Ulis Bus fahren die Autofahrer zurück nach Mainleus und holen Autos und Hänger nach. Die Eschweger Ruderer laufen dem Hänger in Richtung Bundesstraße entgegen, was ihnen ein Gespräch mit der heimischen Polizeistreife einbringt, die besorgt sich um diese seltsamen Gestalten kümmert.

Sieben Uhr ist nun schon überschritten, als wir im Gasthaus Müller eintreffen. Kurzes Duschen und es geht an die Tafel zum Abendessen. Heute können wir aus der großen Karte auswählen mit Fisch, Fleisch, Spargel und usw. Viel ist über die Erlebnisse des Tages zu erzählen, hungrig und durstig ist jeder und müde aber auch. So geht es dann bald ins Bett – Tag 1 des Abenteuers ist geschafft.

 Obermain Wanderfahrt 2010Obermain Wanderfahrt 2010Obermain Wanderfahrt 2010Obermain Wanderfahrt 2010

Tag 3. – Sonnabend

Die Sonne lacht nun nicht mehr zur Begrüßung, aber regnen tut es auch nicht. In Michelau finden wir unsere Boote unversehrt. Wir setzen im Unterwasser ein, das Passieren der Floßgasse sparen wir uns – es sieht nicht so richtig ruderertauglich aus. Gleich gibt es wider Flachstellen, aber wir kennen uns ja aus. Nun ist der Main auch schon besser erschlossen, für Kanuten gibt es Anlegestellen und Rastplätze.

Die drei Kilometer schaffen wir nicht beim Rudern. Oberwallstadt wartet mit dem ersten Wehr. „An der Kante anlegen und überheben“ – so lautet die Anweisung im Wahrsager. Daraus wird „links an der Treppe anlegen“. Nur Heinz glaubt es nicht und fährt zur Wehrkante besser gesagt bis er auf dem Kies aufsitzt. Über die Treppe können wir gut ausheben und über Straße und Weg vielleicht zweihundert Meter mit „Richard“ umfahren – gutes Umtragen. Unterhalb der Betonschwelle im Unterwasser, so wenig Wasser ist im Fluss, legen wir die Boote ins Wasser, so dass fast alle gleichzeitig losfahren können.

Nun kommt das, was das Wanderrudern so wandermäßig macht - das Wehr in Lichtenfels. Anlegen rechts auf die Wiese – kennen wir schon. Einsatzstelle suchen - kennen wir auch. Aber diesmal liegen ca. achthundert Meter dazwischen. Großeinsatz für die Richards. Über die Wiese geht es auf der Weg bis in den Ort, dann auch der Straße zwischen den Autos zur Ampel, rechts abbiegen und dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite die steile Böschung hinab. Sieben Mal quer durch den Ort. Wie ein freundlicher Autofahrer sagte: „dass man Fahrräder schiebt, würde er kenne, aber dass man Boote schiebt…..“. Nur gut, dass uns hier niemand kennt. Langsam sind die Wasserschuhe vom vielen laufen ausgetreten.

Nun ist der Main noch flach, doch dann wird er immer weiter. Das Tal öffnet sich – Kloster Banz und Vierzehnheiligen kommen in Sicht. Wir rudern gut voran bis zur Mittagspause in Reundorf beim Schwimmverein. Eine schöne Pritsche erwartet und, alle Boote bleiben im Wasser. Als neuen gast begrüßen wir unseren ehemaligen Vorsitzenden des HRV Reinhard Schintze. Der Landdienst hat das Buffet aufgebaut, heute mit heißem Leberkäse aus dem Hotel Müller. Dazu ein Bier - echt lecker. Auf der anderen Flusseite könne wir sehen, wie die Mai-Ausflügler sich über den Fahrradweg quälen – der Alkohol zeigt seine Wirkung.

So langsam ziehen Regenwolken auf und wir fahren weiter. Ein letztes Wehr wartet in Haus wenige hundert Meter nach der Mittagspause. Unter der Brücke legt man an einem kleinen Steg direkt an der Wehrkante an. Überheben, fünfzig Meter zum Unterwasser und Einsteigen am Kiesstrand. Eigentlich schade, dass Schluss ist mit Untragen. Jetzt haben wir es richtig drauf sieben Boote in weniger als einer halben Stunde umzutragen.

Der Regen wird schlimmer und so nach und nach wird jeder richtig nass. Frei Fahrt, aber Schwellen und Ulis „Kameradschaft“ kann sein Steuer nicht mehr einsetzen. Das Steuern mit dem Paddelhaken auf der Strecke mit guter Strömung ist eine neue Herausforderung. Der Landdienst hat so seine eigenen Erlebnisse. Beim Durchfahren durch die Dörfer trifft er auf Horden besoffener Jugendlicher – Hunderte. Und keiner macht Platz auf der Straße, auch die Polizei hat aufgegeben. Bei strömenden Regen wird nochmals in Ebenfeld gewechselt. Nun gibt es nur noch Strömung und Schwellen. Immer den Blick auf die Zunge geht es mal in der Mitte, mal rechts am Ufer, mal links vorbei. Groß nachdenken kann man nicht. Dann passiert es - Sackgasse. Irgendwie war die Strömung rechts abgegangen, aber kein Schild, dann der Wall und der Main hört auf. Also zurück und der Strömung folgen. Hier hat man wohl „renaturiert“, jedenfalls geht der Fluss nun über die Wiese und vorbei an Gebüschen. Kontakt hat jeder einmal, mit Ufer oder dem Untergrund – es geht alles gut, aber Glück gehört auch dazu. Das haben einige Kanuten nicht, denn ihr Boot ist umgekippt und sie sammeln im flachen Wasser Boote und Gepäck wieder ein. In Zapfendorf erreichen wir hinter der Brücke unser Etappenziel, mitten im Main leben wir auf einer Kiesbank an. Die Boote legen wir ans Ufer in das Gras nahe einer Kleingartensiedlung.

Während der Bus die Autofahrer zum Nachholen der Autos fortbringt, setzen wir uns in eine Gastwirtschaft auf einen Kaffee (richtig warm ist es nicht) oder ein Bier. Reundorf ist nicht weit und so sind wir heute deutlich früher im Hotel als gestern. Nach der Körperpflege und dem kurzen Ausruhen geht es zum letzten Abend. Heute sind noch besondere Gäste eingetroffen. Linda Lohfink und Günter und Heide Fritzsche haben sich für Heinz Bunks letzte Fahrt auf den Weg gemacht. Nun sind an diesem Abend mit Gerhard, Günter, Heinz und Uli alle bisherigen hessischen Wanderruderwarte anwesend. Beim vorbestellten Menü gehen die Gespräche über alte Wanderfahrten oder neue geplante oder über den Obermain. Uli Richter überreicht mit netten Worten den Dank aller Teilnehmer mit einer Uhr in einem Rollsitz an Heinz. Er wiederum nimmt dies mit Dank entgegen.

Tag 4. – Sonntag

Letzter Tag – keine Sonne - kein Regen. Flotte Fahrt, viele Schwellen, keine Umtragen, kein Wechsel. Eigentlich also nichts mehr zu erzählen. Am Morgen allerdings waren wir doch etwas erschrocken. Über Nacht hatten Unbekannte ein Boot umgelegt und Skulls waren weg. Glücklicherweise fanden sie sich versteckt in Büschen. Ulis Steuerbefestigung hielt und nur Reinhard brachte es fertig noch auf der letzten Schwelle ein Loch in das Boot zu fahren. Anlegen, Auskippen, Klebestreifen –alles Routine für uns Obermainkundige.

Zum guten Schluss fließt der Obermain mit dem Kanal von Bamberg kommend zusammen. Breit und gemächlich wird der schiffbare Main. An der Marina in Bischberg endet die Fahrt. Die Boote werden entleert und verladen, das Buffet zum Abschluss steht in einem Zelt zwischen Motorbooten. Nachdem die Autos nachgeholt worden sind, stehen wir noch eine Weile zusammen, dann nehmen wir Abschied. Groß ist der Dank an Heinz für die tolle Fahrt. Obermain muss man erlebt haben, 78 Kilometer Abenteuer, aber immer nur im guten Team, bei dem alle zupacken. Das hat alles gestimmt. Vielen Dank und ein Ahoi an alle hessischen Wanderruderer.

 Obermain Wanderfahrt 2010Obermain Wanderfahrt 2010
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